• Anna Pribil

Klimaschutz – Was genau ist eigentlich gemeint?

Der Begriff Klimaschutz ist eigentlich ziemlich ungünstig gewählt. Er vermittelt, dass wir versuchen das Klima zu schützen. Doch dem Klima ist völlig egal, ob wir es schützen oder nicht. Es verändert sich laufend und wird auch noch lange nach uns da sein. Worum es eigentlich geht ist das Überleben der Menschheit zu sichern. Denn obwohl wir Menschen anscheinend die intelligenteste Art sind, die jemals aus der Evolution hervorgegangen ist, sind wir gerade dabei uns selbst auszurotten.


Wir zerstören unsere Lebensgrundlage auf diesem Planeten. Einerseits durch die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas, was den Klimawandel - oder wenn wir schon dabei sind die Dinge beim Namen zu nennen – die Klimakrise zur Folge hat. Andererseits befinden wir uns mitten in einer Biodiversitätskrise und das Artensterben nimmt immer stärker zu, z.B. durch intensive Flächennutzung und die Verwendung von Pestiziden, Insektiziden, Fungiziden und anderen giftigen Mitteln in der Landwirtschaft.

Albert Einstein hat es schon damals ganz gut erkannt, als er sagte: „Wenn die Biene stirbt, stirbt der Mensch!


Doch wie so oft hört die Politik nicht auf die Wissenschaft. Auch von der Klimakrise wurden Politiker*innen bereits lange gewarnt. Svante Arrhenius, ein schwedischer Physiker und Nobelpreisträger für Chemie, hat 1895 als erster die Folgen des menschlichen CO2 Ausstoßes mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht. Der wissenschaftliche Artikel „The Carbon Dioxide Theory of Climatic Change“ von Gilbert Plass erschien 1956 in den USA. 1965 warnten Wissenschaftler*innen den damaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson vor den konketen Folgen des immer stärker steigenden CO2 Ausstoßes, welcher von der Menschheit verursacht wurde und zur globalen Erderhitzung führte. Diese Liste könnte man noch ewig weiterführen und ich frage mich nach meiner Recherche: „Sind wir wirklich so intelligent, wie wir uns halten?“


Klimawandel gab es schon immer!?


Auf dieses Argument von „Klimaskeptiker*innen“ möchte ich auch noch kurz eingehen. Ja es stimmt, Klimawandel gab es schon immer. Das Klima auf der Erde verändert sich. Doch diese Klimaveränderungen hatten und haben auch immer Konsequenzen. Wenn man z.B. an die „kleine Eiszeit“ (14.-19. Jhdt) denkt, handelte es sich hier nur um einen Temperaturunterschied zwischen -0.5 und -0,8 °C. Diese geringe Abkühlung hatte zur Folge, dass die Gletscher bis in die Alpen vorgestoßen sind, kein Weinbau mehr im Norden Europas möglich war, in Irland eine große Hungersnot durch die Kartoffelfäule ausbrach (Kromp-Kolb & Formayer, 2018). Mittlerweile sind wir bei einer globalen Erhitzung von 1,1 °C (ZAMG, 2020) und wir spüren auch jetzt schon die Konsequenzen: Dürren, heißere Sommer, extreme Wetterereignisse, Anstieg des Meeresspiegels uvm.

Noch etwas ist bei dieser Klimaveränderung anders, als bei denen davor. Diese ist eindeutig anthropogenen Ursprungs (vom Menschen verursacht) und der Temperaturanstieg geht so schnell voran, wie noch nie zuvor. Das ist auch der Grund dafür, dass sich viele Arten nicht schnell genug an die Temperaturveränderungen anpassen können und somit immer noch stärker unter Bedrängnis geraten.



Doch es ist noch nicht zu spät. Gemeinsam können wir immer noch dazu beitragen, die Klimakrise zu begrenzen. Und jeder kann auf eine andere Art und Weise dazu beitragen.

  • Manche gehen demonstrieren und erzeugen Druck auf die Politik.

  • Andere verändern ihr Leben und versuchen ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

  • Wieder andere leisten Aufklärungsarbeit und inspirieren andere Menschen dabei etwas zu verändern.

Egal was du tust: „Jeder Schritt zählt!“


Hast du schon deinen Weg gefunden dich einzubringen?


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Quellen:


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