• Anna Pribil

Ökologische Schneckenbekämpfung im Garten

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal selbst Gemüse im Garten bzw. Hochbeet angepflanzt. Doch durch den vielen Regen in letzter Zeit haben wir plötzlich so viele Schnecken. Die gefräßigste ist natürlich die Spanische Wegschnecke (Nacktschnecke). Viele Gartenbesitzer greifen gleich zur Chemie und streuen einfach Schneckenkorn.



Dieses ist jedoch auch giftig für Haustiere, Vögel, Kleintiere, wie zum Beispiel Igel, aber auch für Kleinkinder. Außerdem werden auch die Böden und Gewässer durch das Gift belastet. Deshalb möchte ich so etwas auf keinen Fall verwenden. Es gibt aber viele ökologische Alternativen, wie man Schnecken im Garten loswerden kann.


Es gibt noch ein ökologisches Schneckengift, welches nur aus Eisen-III-Phosphat besteht. Es ist regenbeständig und tötet nur Schnecken, ist also für andere Tiere ungiftig. Dennoch ist auch dieses nicht zu empfehlen, da es alle Schnecken tötet, darunter kann dann auch z.B. die unter Naturschutz stehende Weinbergschnecke sein. Wenn man zu so etwas greift sollte man wirklich sparsam damit umgehen.


Ökologische Schneckenbekämpfung


  • Nützlinge im Garten fördern: Ein gut strukturierter naturnaher Garten fördert Nützlinge, die Schnecken und ihr Gelege fressen. Igel, Spitzmäuse, Maulwürfe, Vögel (Drossel, Amsel, Elster), Frösche, Kröten, Blindschleichen, Eidechsen, Laufkäfer, Glühwürmchen, Weberknechte und Hundertfüßer. Diese natürlichen Fressfeinde solltest du fördern. Steinmauern, Holzstöße und Feuchtbiotope sind tolle Lebensräume für viele Nützlinge.

  • Hühner und Indische Laufenten haben sich ebenfalls bewährt, da diese nicht fliegen können, kann man sie auch in kleineren Gärten halten.

  • Schneckenzäune aus z.B. Kupfer bilden eine mechanische Barriere und einen wirkungsvollen Schutz gegen Schnecken. Sie werden 10 cm in den Boden eingegraben und ragen 10-15 cm heraus. Es ist nur wichtig, dass keine Pflanzen über den Schneckenzaun hängen und somit Brücken bilden.

  • Händisches Absammeln der Schnecken ist eine schonende, aber wirksame Methode. Dazu kann man auch „Fallen“ aufstellen (z.B. Holzbretter unter denen sich die Schnecken verkriechen), dort kann man sie dann schnell absammeln.

  • Richtig gießen: Gieße deinen Garten morgens! Denn Schnecken sind nachtaktiv und würden es lieben wenn du abends noch einmal schön alles für sie anfeuchtest.

  • Die Bodenbearbeitung im Herbst und Frühling ist auch wichtig. Wenn man kurz vor dem ersten Frost einmal den Boden umsticht, erfrieren die Gelege und man hat im nächsten Jahr schon ein bisschen weniger Schnecken.

  • Man kann auch gezielt Schneckenfutter anpflanzen (z.B. Spinat oder Kresse). Das sind Pflanzen die schnell wachsen und diese sollen die Schnecken von den wertvolleren Kulturpflanzen ablenken.


Kämpfst du auch gerade mit den Schnecken? Was hat sich bei dir am besten bewährt?


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Anna Pribil, BEd. BSc. MSc.    |    Gams 89, A-8922 Landl    |    +43 664 4599013    |    anna.magdalena.pribil@gmail.com

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