• Anna Pribil

Tipps für nachhaltigeres Streaming

Da muss ich mich auch selbst bei der Nase nehmen. Wir haben Netflix und streamen auch abends mal einen Film oder eine Serie, aber auch diese digitalen Streaming-Dienste stoßen CO2 aus. Und zwar gar nicht so wenig. Streamen macht 1% der weltweiten CO2 Emissionen aus. Die Emissionen kommen daher, dass Streaming-Dienste sehr viel Strom brauchen. Die Videos müssen ja irgendwo gespeichert werden, denn wir laden sie ja nicht auf unsere Festplatte herunter, wir streamen ja nur. Die riesigen Serverfarmen wo Videos und Musik gespeichert sind, verbrauchen schon sehr viel Strom, aber dann kommt noch hinzu, dass die Geräte gekühlt werden müssen um nicht zu überhitzen. Also verbrauchen auch die eingesetzten Klimaanlagen viel Energie. Dann kommt noch die Datenübertragung dazu.



Es gehören natürlich nicht nur Streaming-Dienste zur Netzinfrastruktur, aber wenn man sich den globalen Datenverkehr ansieht, besteht dieser zu 80% aus Video-Dateien. Diese Dateien verbrauchen aufgrund ihrer Größe viel Platz auf den Servern und viel Energie beim Übertragen.


In der „Clicking-Clean Studie“ von Greenpeace (2017) wurden verschiedenste Streaming-Anbieter untersucht und erhoben mit welchen Stromanbietern sie ihre Rechenzentren versorgen. Bei Musik schnitt iTunes am besten ab und bei Videos YouTube, da diese hauptsächlich Strom aus erneuerbaren Energien bezogen.


Sollten wir einfach wieder DVDs kaufen? So einfach ist es leider auch nicht. Die Erzeugung der DVD verbraucht viele Ressourcen und Energie. Die DVD selbst besteht aus Plastik, kommt in der Plastikverpackung und ist dann noch in eine dünne Plastikschicht eingeschweißt. Wenn man dann noch mit dem Auto zu einem Laden fährt um die DVD zu kaufen, produziert das mehr Emissionen als zu streamen. (Elektroautos, Ökostrom usw. wurden hier nicht berücksichtigt.)

Gerade in Corona-Zeiten, wo viele Menschen zu Hause sind, wird noch mehr gestreamt. Hier ein paar Tipps, wie du das Streamen dennoch ein bisschen nachhaltiger gestalten kannst:

  • Hör mit dem Binge-Watching auf: Excessives Serienschauen ist weder gesund für dich noch gut für das Klima.

  • Sei wählerischer: Streame nur Filme oder Serien, die du wirklich sehen möchtest. Wenn dir etwas nicht gefällt, schalte lieber ab.

  • Nutze einen kleineren Bildschirm: Ein Video auf dem Handy anzusehen, ist besser als auf einem riesengroßen Bildschirm.

  • Reduziere die Qualität: Natürlich sollte die Qualität des Videos noch gut sein, aber es muss nicht immer 8K sein, oder? HDTV war früher auch gut genug

  • Bleibe Achtsam: Wenn du einen Film anschaust, konzentriere dich auf die Handlung, und surfe nicht nebenbei am Handy.

  • Digital Detox: Greife wieder einmal zum Buch, und verbringe nicht jeden Abend vor dem Bildschirm.

  • Keine Youtube-Musik: Wenn du nur Musik hören willst nutze eine andere Plattform. Youtube spielt immer ein Video mit ab und das treibt den Datentransfer in die Höhe.

  • Vermeide unnötige WhatsApp Videos: Leite keine unnötigen WhatsApp Videos an alle deine Gruppen weiter. Diese verbrauchen auch viel Energie.


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Quellen:

https://utopia.de/ratgeber/streaming-dienste-klima-netflix-co2/

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20170110_greenpeace_clicking_clean.pdf

https://help.orf.at/stories/2976998/


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Anna Pribil, BEd. BSc. MSc.    |    Gams 89, A-8922 Landl    |    +43 664 4599013    |    anna.magdalena.pribil@gmail.com

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