• Anna Pribil

Biodiversitätskrise

Neben der allbekannten Klimakrise gibt es auch noch eine massive Biodiversitätskrise.

Der Begriff Biodiversität steht einfach nur für biologische Vielfalt und diese ist derzeit massiv bedroht.


Es ist nicht exakt bekannt wie viele Arten derzeit auf der Erde vorkommen. Bei Vögeln (9.000) und Säugetieren (4.000) ist man sich noch relativ sicher, bei Insekten und Pilzen gibt es nur grobe Schätzungen und vor allem bei Mikroorganismen wie Bakterien und Viren ist die Artenzahl völlig unbekannt.


Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten gelten derzeit als vom Aussterben bedroht.


Tiger, Eisbären, Pandas, Nashörner sind die oft plakativ dargestellten und deshalb allbekannten bedrohten Tiere auf der roten Liste. Doch auch viele Insekten, Fische und Vögel sind bedroht. Da bei den Insekten noch nicht einmal alle Arten bekannt sind, könnte man zynisch sagen, die Organismen sterben schneller aus, als Wissenschaftler sie überhaupt erheben können.


Seit 1970 hat die Artenvielfalt weltweit um etwa 40% abgenommen.


Seit dem Jahr 1600 sind etwa 490 Tier- und etwa 900 Pflanzenarten als vom Menschen ausgerottet registriert. Der aktuelle Artenschwund wird mit rund 4.500 Arten pro Jahr angenommen.


Diese Zahlen stimmen mich sehr traurig. Doch was sind überhaupt die Ursachen für dieses rasante Artensterben?


Wie auch bei der Klimakrise ist wieder einmal der Mensch für diesen drastischen Artenrückgang verantwortlich. Der Amazonas Regenwald hat derzeit die größte Biodiversität, weshalb es wichtig wäre diesen zu schützen, doch stattdessen wird immer mehr abgeholzt um weitere Agrarflächen zu schaffen.



Hauptursachen für das Artensterben

  • Ausdehnung von Agrarflächen

  • Bodenverbrauch

  • Abholzung der Regenwälder

  • Klimaerhitzung

  • Unkontrollierte Jagd und Fischerei

  • Überfischung der Meere

  • Biotopzerstörung und -veränderung

  • Umweltverschmutzung

  • Verdrängung durch invasive Arten


Auf eine der Hauptursachen möchte ich noch näher eingehen. Es handelt sich um die Landwirtschaft. In Europa werden 50% der Ackerflächen zum Anbau von Futtermitteln für die Fleischproduktion und weitere 20 % zur Herstellung von Biotreibstoffen und Biogas genutzt. Nur noch etwa 30 % der Flächen werden für die Versorgung der Menschen mit pflanzlichen Grundnahrungsmitteln bestellt.


Eine Studie aus 2018 zeigt, dass weltweit 36% der Getreideernte an Tiere verfüttert wird. Das heißt es werden über 70 % der globalen Agrarflächen für die Erzeugung von Tierfleisch und Milch benötigt, diese liefern aber nur 18 % der globalen Lebensmittelkalorien und sind zugleich auch ein bedeutender Klimatreiber.


Fazit


Finanzielle Unterstützung für Landwirtschaft und Fischerei z.B. aus EU Geldern müssen zukünftig noch stärker an Klima- und Biodiversitätsschutz geknüpft sein. Und es braucht mehr Schutzgebiete!


Wie man außerdem oben sieht, könnte man eine Menge landwirtschaftliche Fläche einsparen, wenn wir alle unseren Fleischkonsum und allgemein den Konsum tierischer Produkte zurückschrauben würden. Im Eat-Lancet Report wird eine maximale Fleischmenge von 200g pro Woche empfohlen. Das wäre sowohl für Klima, als auch für die Gesundheit der Menschen gut.


Und nun stellt euch vor was wir aus der ganzen zurückgewonnen Fläche machen könnten, die nun nicht mehr gebraucht wird, weil so viel weniger Fleisch produziert werden muss. Wir könnten sie einfach der Natur zurückschenken.


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Quellen:

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Anna Pribil, BEd. BSc. MSc.    |    Gams 89, A-8922 Landl    |    +43 664 4599013    |    anna.magdalena.pribil@gmail.com

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